Interview: Hitler verbot Abtreibungen. War er etwa ein Lebensschützer?

Kristina Hänel

In SPIEGEL-online-Interview erklärt Kristina Hänel, warum Lebensschützer kein Leben schützen und auch als Abtreibungsgegner falsch bezeichnet werden: Diverse Studien belegen: Strengere Regeln oder Verbote führen weltweit nicht dazu, dass es weniger Abtreibungen gibt. Sie finden nur unter viel schwierigeren Bedingungen statt. Im schlimmsten Fall sterben Frauen. Wer Restriktionen fordert, wie selbsternannte Lebensschützer dies tun, schützt also kein Leben, sondern bringt das Leben von Frauen in Gefahr. Der Begriff Abtreibungsgegner ist ebenfalls irreführend. Zum ganzen Interview

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Evangelische Frauen gegen §219a StGB

Dokumentiert

Gegen §219a – für die Lebensrealitäten von Frauen

Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. fordert die Abschaffung des Paragraphen 219a StGB

Darmstadt, 22. Januar 2018. Im Kontext der aktuellen Diskussion um den Paragraphen 219a des Straf-gesetzbuches hat der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. ein Positions-papier veröffentlicht, das auch als Argumentationshilfe genutzt werden kann. Es steht auf der Homepa-ge des Verbands (www.evangelischefrauen.de) zum Download zur Verfügung. In dem Papier fordert der Frauenverband die Abschaffung des Paragraphen sowie eine stärkere gesellschaftliche Debatte über die Probleme, denen sich Menschen mit Kindern und auch Schwangere gegenübersehen. „Der Paragraph 219a kriminalisiert Ärzt_innen, ignoriert die Lebensrealitäten von Frauen und hat zudem seinen Ursprung in der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik“, so Luise Böttcher, Vorsitzende des Frauenverbands. „Darüber hinaus ist er schlicht überflüssig: in der Berufsordnung für Ärzt_innen ist dieser Sachverhalt bereits geregelt. Berufswidrige Werbung ist darin explizit verboten.“ Weiterlesen

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Vortrag zum Schwangerschaftsabbruch

Vortrag von Kristina Hänel mit dem Titel „Schwangerschaftsabbruch – häufigster chirurgischer Eingriff in der Gynäkologie“ 
Ort: Rahel-Hirsch-Weg 4, Hörsaal Hautklinik
Uhrzeit: 18°° Uhr s.t.

Medical Students for Choice Charité Berlin

siehe auch

 

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§ 219a: Hessische Grüne im Koalitionskorsett

Die hessische schwarzgrüne Landesregierung beteiligt sich im Bundesrat nicht an der Initiative, den § 219a StGB abzuschaffen. „Der Appell der Opposition, die Koalition möge bei diesem Thema die Abstimmung freigeben und damit eine hessische Initiative gegen Paragraf 219a ermöglichen, verhallte. Bei Uneinigkeit zwischen den Koalitionspartnern sei Enthaltung im Bundesrat vorgesehen, sagte die Grünen-Abgeordnete Sigrid Erfurth.,So funktioniert der Koalitionsvertrag.‘ Im Gegenzug wies die Grüne darauf hin, dass die Entscheidung auf Bundesebene getroffen werden müsse. Sie appellierte an die SPD, das Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Union auf die Tagesordnung zu setzen.“ Zum Bericht

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„Gießener Ärztin Kristina Hänel hat Erstaunliches erreicht mit ihrer Kampagne für das Informationsrecht von Frauen.“

Die Gießener Allgemeine Zeitung berichtet rund um das „Unwort des Jahres“ noch einmal ausführlich über das Anliegen, den § 219a StGB abzuschaffen.

„Erst jetzt erfahren viele Menschen, wie hasserfüllt »Abtreibungsgegner« Ärztinnen und Ärzte verfolgen. Kristina Hänel hat in einem Interview erzählt, dass sie zeitweise auf der Straße beschimpft wurde, auch in Gegenwart ihrer Kinder. Frauen, die zum Thema »googeln«, landen auf Internet-Seiten, auf denen Schwangerschaftsabbrüche mit dem Holocaust verglichen werden. Darauf macht nun die Wahl zum Unwort des Jahres aufmerksam. Weiterlesen

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Jetzt muss endlich etwas passieren: Appell an Politiker*innen:

Presseerklärung von Kristina Hänel und Buchankündigung

Leider wurde „Babycaust“ nicht zum „Unwort des Jahres 2017 gekürt. Dennoch war es gut, dass es in die Auswahl gekommen war. Für mich bleibt es persönlich das Unwort – schon seit vielen Jahren.

„Babycaust“ wurde als Unwort des Jahres von Neithard Dahlen vorgeschlagen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Lagergemeinschaft Auschwitz. Als betroffene Ärztin, die vom Betreiber der Webseite „babycaust“ angezeigt wurde, habe ich mich dem Vorschlag angeschlossen. Ich halte es für einen gesellschaftlichen Skandal, dass ich selbst für sachliche Informationen auf meiner Website von einem deutschen Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt werden konnte, während Herr Annen ungestraft das Leid der Holocaust-Opfer verharmlost, indem er die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen als Steigerungsform der Verbrechen der Nazis bezeichnet. Dass so viele den Vorschlag unterstützt haben, zeigt, wie groß der gesellschaftliche Druck bei diesem Thema ist. Weiterlesen

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Unwort des Jahres: „babycaust“ ist Favorit

In zwei Tages ist es soweit: Das Unwort des Jahres wird bekannt gegeben. In einer Meldung heißt es:

„Babycaust“ wurde am häufigsten vorgeschlagen (122 Mal). Die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die vom Amtsgericht Ende November wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu 6.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden war, hatte den Begriff vorgeschlagen. Sie werde auf einer Webseite desselben Namens „diffamiert, verleumdet und angeprangert“, teilte sie über ihr Unterstützungskomitee mit. Der Begriff „Babycaust“ sei wegen seiner Ähnlichkeit zum Begriff „Holocaust“, der für den Massenmord der Nazis an den Juden steht, „verschleiernd und irreführend“.

Hier geht es zum ganzen Text

Siehe auch

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