Hannoversche Allgemeine: Der eigene Körper und die Freiheit

Screenshot Hannoversche Allgemeine

Kristina Hänel präsentiert ihr Buch „Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer ‚Abtreibungsärztin'“

Von Thomas Kaestle, in der Hannoverschen Allgemeinen vom 16. Oktober 2019

Es kommt nicht oft vor, dass Joachim Otte als Gastgeber des Literarischen Salons bereits in seiner Begrüßung Stellung zu einem Thema bezieht. Bei Kristina Hänel, die mit ihrem im April erschienenen Buch „Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer ,Abtreibungsärztin“ zu Gast ist, ist es ihm ein Anliegen, sich zu bekennen. Er erzählt die Geschichte einer Bekannten, die bei ihrer Abtreibung in einem Hinterhof landete, in einer Praxis ohne Namen auf dem Klingelschild, in der nur Barzahlung möglich war, „Ich Ignorant hatte bis dato Abtreibung für eine normale medizinische Prozedur gehalten“, sagt Otte. Weiterlesen

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Absage an ALfA

Am 7. November 2019 will der Bielefelder Regionalverband der Organisation Alfa e.V. – ein Verein, in dem sich Abtreibungsgegner zusammen finden, eine Podiumsrunde veranstalten. Eingeladen wurde unter anderem auch Kristina Hänel.

Sie hat die Veranstaltung abgesagt und dies wie folgt begründet: Weiterlesen

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Interview: „Kein Tabu mehr“

©keartus

Aus der taz Bremen. Interview: Eiken Bruhn

taz: Frau Hänel, vor zwei Jahren haben Sie der taz ein Interview gegeben, das Sie weltweit bekannt machte. In Ihrem Buch erzählen Sie, wie Sie dabei auf dem Pferd saßen und sich erst später wegen der vielen Telefonate mit Journalist*innen ein Headset zulegten. Wie hat die Medienpräsenz Ihr Leben noch verändert?

Kristina Hänel: Es melden sich so viele Frauen in der Praxis, dass wir nicht mehr alle versorgen können. Ich arbeite nicht mehr im Rettungsdienst, weil dafür einfach keine Zeit mehr ist. Mittlerweile betrachte ich es aber als Teil meiner Arbeit, auf Veranstaltungen und in Interviews über Schwangerschaftsabbrüche aufzuklären. Ansonsten gehe ich offener mit der Bedrohung durch „Abtreibungsgegner“ und Rechtsextreme um.

Zum ganzen Interview

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taz: Keine Angst vor Lebensschützern

Karin Burkhardt hat keine Angst vor Angriffen. Auch nicht Heiner Frommeyer, so wie auch Irina Zaroban. Die drei MedizinerInnen aus Helmstedt, Osnabrück und Braunschweig führen Schwangerschaftsabbrüche durch. Jetzt stehen ihre Namen auf einer Liste von 22 Ärzt*innen in Niedersachsen, die trotz des Paragrafen 218 im Strafgesetzbuch abtreiben. Die Liste, die das niedersächsische Gesundheitsministerium herausgegeben hat, ist seit Kurzem auf der Seite hannover.de zu finden. Zum ganzen Text

Zur niedersächsischen Liste

Anmerkung: Uns ist es nicht gelungen, die Liste auf der Website Hannover.de zu finden. Daher haben wir sie hier noch einmal downgeloadet auf die Gefahr hin, dass sie bald nicht nicht aktuell ist. Für Hinweise sind wir dankbar.

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Tausende Menschen demonstrieren für legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche

©keartus

In über dreißig Städten Deutschlands sind am 28. September tausende Menschen für legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche auf die Straße gegangen. Sie forderten: Weg mit dern §§ 218 und 219 StGB. Weltweit gabe es Kundgebungen und Demonstrationen für die Legalisierung von Abtreibungen.

Hier die Pressemitteilung des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung: Weiterlesen

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Journalistin verliert gegen Ex-Richter

aus dem ver.di-Medienmagazin M:

Die erste bekannt gewordene Klage eines Ex-Bundesrichters gegen eine Journalistin endete am Freitag mit einem Paukenschlag. Das Landgericht Karlsruhe gab dem früheren Richter des Bundesgerichtshofs, Thomas Fischer, in drei von vier Punkten Recht. Der Journalistin Gaby Mayr wurden wesentliche Äußerungen, die sie in Beiträgen für den Deutschlandfunk und die taz gemacht hatte, untersagt.

Laut Urteil darf sie nun nicht mehr behaupten, Fischers bekannter Strafrechtskommentar zum Abtreibungsrecht – genauer zum Werbeverbot für Abtreibungen nach § 219 a – sei „schlecht für die Rechtsprechung“. Sie darf auch nicht mehr verbreiten, er habe an der früheren Kommentierung seines Vorgängers Herbert Tröndle – ein Fundamental-Kritiker der Abtreibung – „nichts verändert außer der Rechtschreibung“. Untersagt wurde Mayr schließlich die Äußerung, die Kommentierung Tröndles zum Schwangerschaftsabbruch (§ 218) lebe im Werk Fischers fort. Mehr noch: Mayr muss die beiden letztgenannten Äußerungen schriftlich widerrufen und dem früheren Bundesrichter den möglichen Schaden ersetzen, den er durch ihre Äußerungen im Deutschlandfunk und der taz erlitten hat. Außerdem soll sie drei Viertel der Gerichtskosten tragen, Fischer ein Viertel. Denn in einem Punkt hatte seine Klage keinen Erfolg: Mayrs Äußerung, es handele sich bei seiner Kommentierung zu § 219 a um Schlamperei, wurde nicht beanstandet. Der Streitwert wurde auf 40.000 Euro festgesetzt, es kann also teuer werden für die Journalistin.

zum Text

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Fake-Beratung, Fake-Name, Fake-Botschaft – Proteste gegen Evangelikale

Eigenbeitrag

Sie verteilen Baby-Flaschen und geben vor, Leben schützen zu wollen: Die evangelikale Organisation Pro Femina möchte den Eindruck erwecken, dass sie für Schwangere da ist. Mit aufwendig gestalteten Werbeplattformen und ersten Anlaufstellen will sie ungewollt Schwangere manipulativ davon abhalten, abzutreiben. Neueste Aktion ist Werbung auf Stadtbussen in Gießen. Vermutlich nicht ohne Grund: Hier hat Kristina Hänel ihre Praxis, in der sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Christiane von Rauch vom Soli-Bündnis schreibt dazu: Weiterlesen

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