Interview mit dem Mann, der Anzeigen nach § 219a StGB erstattet

taz: Herr Krause, Sie möchten das Interview nicht unter Ihrem richtigen Namen geben. Warum?
Markus Krause: Es geht hier um die Erstattung von Strafanzeigen gemäß Paragraf 219a. Leider gibt es einige gewaltbereite linke Abtreibungsbefürworter. Vor denen möchte ich mich schützen.
Wir führen dieses Interview im Auto und nicht zum Beispiel bei Ihnen zu Hause.
Ich lebe in meinem Wohnhaus nicht alleine, da würden wir gestört werden. Die Anzeigen erstatte ich ganz für mich, ich bin nicht in irgendwelchen Initiativen. Ich mache das ganz für mich allein. Niemand weiß etwas davon. Hier gehts zum ganzen Interview

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Selbsternannte Lebensschützer gegen Frauenärzte

Eine Gießener Ärztin wurde 2017 zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie auf ihrer Homepage über Schwangerschaftsabbruch informierte. Das Urteil stieß auf Protest. Dabei ist sie nicht die Erste, die ins Visier von „Lebensschützern“ geriet. „Erfahren habe ich das, das werde ich nie vergessen, ich hab meinen letzten Arbeitstag vor einem dreiwöchigen Sizilienurlaub gehabt, Ende August, und wir bekamen die Post, meine Kollegin und ich parallel, eine Strafanzeige wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche nach §219a.“ Hier gehts zum Beitrag – lesen und reinhören

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Auch die Hamburger Ärztekammer fordert Streichung des 219a StGB

Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Hamburg – die Vertretung aller Hamburger Ärztinnen und Ärzte – fordert die Politik auf, den Paragrafen 219 a Strafgesetzbuch (StGB) zu streichen. „Die sachliche Information darüber, welche Ärztin und welcher Arzt den Frauen in ihrer Notlage helfen kann, muss erlaubt sein und darf nicht mit Gefängnis oder Geldstrafe bedroht werden“, sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Ärztekammer Hamburg und der Bundesärztekammer, in der gestrigen Delegiertenversammlung. Weiterlesen

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Interview mit Nora Szász: Keine Frau lässt sich zum Abbruch verführen

Auszug aus dem Interview: Als Ärztin stelle ich nicht meine Gefühle und Gedanken in den Vordergrund. Es geht um die Patientin, die ungewollt schwanger ist und die ich begleite. Nicht ich mache den Schwangerschaftsabbruch, sondern sie. Mein Anspruch ist es dabei, dass sie möglichst unbeschadet durch diesen Prozess kommt. Meine Mutter war Krankenschwester. Sie hat in den Fünfzigerjahren etliche Frauen nach illegalen Abbrüchen sterben sehen. Diese Zeiten dürfen nicht wiederkommen. Ethische Bedenken hätte ich eher, wenn die Frauengesundheit auf dem Spiel steht, wenn Schwangerschaftsabbrüche wie jetzt in Polen verboten sind und so den Kurpfuschern das Feld überlassen wird. Das ganz Interview

siehe auch

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Wie Christ*innen rechte Positionen übernehmen

Christliche Fundamentalisten, Evangelikale, denen im Kampf gegen die Abtreibung jedes Mittel recht ist, die nichts außer Mutter und Vater und Kind als Familie gelten lassen und die sich in ihrer Religionsfreiheit diskriminiert fühlen, wenn sie zum Beispiel Homosexuelle nicht länger diskriminieren dürfen. Solche Fundamentalisten kennen wir vor allem aus den USA, wo sie schon lange eine starke politische Kraft bilden. Vielleicht auch aus Polen, wo derzeit ein regelrechter Kulturkampf um die Freiheitsrechte von Frauen tobt. Aber aus Deutschland? Gibt es hierzulande christliche Fundamentalisten?

Hier der ganze Beitrag

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Wie fühlt sich eine Schwangerschaftsabbruch an?

Reportage über zwei Frauen, die ihre Schwangerschaft haben abbrechen lassen – zwei sehr verschiedene Frauen. Erstellt von PULS, lief im Bayerischen Rundfunk.

Der Beitrag steht in der ARD-Mediathek

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stern.de und SternTV: Wie Abtreibungsgegner Frauenärzten das Handwerk legen.

Die Ärztin Nora Szász informiert auf ihrer Website über Schwangerschaftsabbrüche. Abtreibungsgegner zeigten sie deshalb an. In den letzten Wochen wurde über den umstrittenen §219a eine bundesweite Debatte entfacht.Eine ungewollte Schwangerschaft bringt viele Frauen in eine verzweifelte Lage. Das weiß auch Sina Bormüller aus Stuttgart, die mit damals 21 Jahren plötzlich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt – trotz Verhütung. Beide waren noch am Anfang ihrer Ausbildung, hatten kaum Geld, erzählt die junge Frau. „Wir hätten wieder in die Heimat zurück ziehen müssen, zu unseren Eltern. Und wir haben uns nicht bereit gefühlt, für so einen kleinen Menschen die große Verantwortung zu übernehmen. Aber trotzdem war da so viel Liebe. Es war ein Scheiß-Gefühl.“

Zum Text und zum Video

siehe auch

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