Ärzte-Zeitung: Ein Gespräch mit Kristina Hänel

Ein Podcast von Ruth Ney

Wer als Arzt auf seiner Website mehr aufführt, als dass die Praxis Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, bewegt sich auf juristisch vermintem Terrain. Kristina Hänel will das ändern und geht bis vors Verfassungsgericht. Ein Gespräch, warum der Ärztin das so wichtig ist.

Wo hört Information auf und wo fängt Werbung an? Nein, heute soll es nicht um Marketing gehen: Diese Frage stellt sich auch Ärzten, wenn sie über Schwangerschaftsabbrüche in ihrer Praxis informieren möchten. Und zwar beim Paragrafen 219a Strafgesetzbuch. Eigentlich soll dieser Paragraf dafür sorgen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht „öffentlich“ und zudem nicht „eines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ angeboten werden. Doch der Satz lässt Interpretationsspielraum. Und auch die Reform im März 2019, hat die Frage nicht abschließend geklärt: Seitdem gilt die Strafandrohung nicht, wenn Ärzte lediglich darüber informieren, dass sie selbst bzw. welche anderen Ärzte Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

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