Feminismus, Kultur und Gesellschaft auf Lesering.de zu Schwangereschaftsabbrüchen

In der Reihe Feminismus, Kultur und Gesellschaft berichtet und informiert Lea Illersperger auf Lesering.de wöchentlich über Themengebiete, die oftmals an den Rand der Gesellschaft gedrängt und ausschließlich dort besprochen werden. Hier Ihr Beitrag zum Thema „Schwangerschaftsabbruch in Deutschland“.

1871 wurde der §218 zum ersten Mal im StGB in Deutschland vermerkt. Abtreibung wurde in dieser Zeit ohne jegliche Ausnahmen bestraft. Frauen drohte damals eine Strafe, die zwischen 6 Monaten Gefängnis und 5 Jahren im Zuchthaus variierte. 1927 nahm die Justiz zwar Abtreibung aus medizinischen Gründen aus, die Zuchthausstrafe wurde abgesetzt, jedoch gab es erstmals schockierende Sonderregelungen.¹ Für deutsche Frauen galt die eben genannte Regelung, Schwangerschaft wurde zum politischen Subjekt des NS Regimes.² Der Zugang zu Verhütungsmitteln wurde deutschen Frauen erschwert. Jüdische Frauen durften ohne angegebene Gründe abtreiben. Ab 1943 galt für eine Abtreibung, die „die Lebenskraft des deutschen Volkes fortgesetzt beeinträchtigt“ die Todesstrafe und die Zuchthausstrafe wurde wieder eingeführt. 1950 wurde in der DDR das Gesetz über den Mutter- und Kindschutz und die Rechte der Frau erlassen, das nach 1965 einen Schwangerschaftsabbruch neben medizinischen und embryopathischen Fällen, sowie Ausnahmefällen auch soziale Indikationen erlaubte. Mit der 68er Bewegung und der Einführung der Anti-Baby-Pille begann Anfang der 70er Jahre eine große Debatte gegen den §218. Mehr lesen

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