Absage an ALfA

Am 7. November 2019 will der Bielefelder Regionalverband der Organisation Alfa e.V. – ein Verein, in dem sich Abtreibungsgegner zusammen finden, eine Podiumsrunde veranstalten. Eingeladen wurde unter anderem auch Kristina Hänel.

Sie hat die Veranstaltung abgesagt und dies wie folgt begründet:

Absage der Teilnahme zu einer Podiumsdiskussion von ALfA

Ich wurde angefragt zur Teilnahme an einer öffentlichen Podiumsdiskussion des Vereins ALfA e.V. (Aktion Lebensrecht für Alle e.V.) Ich möchte hiermit absagen. Meine Haltung zum Thema Menschenrechte habe ich in den letzten 30 Jahren deutlich gemacht. Durch die mediale Aufmerksamkeit wurden meine Positionen in der Öffentlichkeit bekannt und können nachgelesen werden. Ebenso habe ich mich mehrfach Diskussionen gestellt, die auch den sogenannten „Lebensschützern“ die Gelegenheit zur Darstellung ihrer Positionen boten. U.a. veröffentlichte die FAZ ein ausführliches Interview mit mir und Prof. Dr. med. Paul Cullen. Eine von Ihnen angestrebte „Diskussion“ wird also von Beginn an nicht ergebnisoffen zu führen sein, Ihre Organisation arbeitet seit Jahren mit dem erklärten Ziel, legale Abtreibungen zu verunmöglichen. Gerade die unversöhnlich fundamentalistisch ideologisch geprägten Haltungen wie die Ihre führen ja zu einer Verhärtung der Positionen.

Da ich aus einem naturwissenschaftlichen Berufsfeld komme und mich der evidence based medicine verpflichtet fühle, werde ich weiter im Sinne der WHO arbeiten, die einen sicheren Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen weltweit fordert, um die Gesundheit der Frauen und Menschenleben weltweit zu retten. Da auch die Presse in letzter Zeit oft fordert, man müsse „beide Seiten“ anhören, sind die Positionen der sogenannten „Lebensschützer“ oft im Fokus der Öffentlichkeit gewesen, was dem Anteil der Meinung in der Bevölkerung nicht entspricht. Außerdem haben sich sogenannte „Lebensschutz“-Positionen in der politischen Auseinandersetzung Raum genommen und Einfluss auf Entscheidungen des Bundestages bekommen, die einen anderen Ausgang genommen hätten, wären demokratische Mehrheitsverhältnisse zum Zug gekommen. Ich werde dazu keinen weiteren Beitrag leisten, indem ich Ihre Veranstaltungen unterstütze.

Ich setze mich für die mir anvertrauten Menschen ein. Deren Gesundheit und Wohlbefinden liegt mir am Herzen. Dazu gehören sowohl die Frauen, die einen Zugang zum Schwangerschaftsabbruch benötigen, als auch die Kinder, die im Rahmen des therapeutischen Reitens zu mir kommen. Hier liegt mein Arbeitsschwerpunkt und hierein werde ich meine Zeit und Kraft investieren.

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