Der Streit um den § 219a ist noch lange nicht zu Ende

aus dem Verdi-Medienmagazin „M“:

Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland verboten. Treibt eine Schwangere ab, muss sie nach § 218a StGB mit einer bis zu dreijährigen Gefängnisstrafe rechnen. Der Eingriff ist nur straffrei, wenn die Frau an einer Pflichtberatung teilnimmt, den Abbruch mit einem Mindestabstand von drei Tagen vornehmen lässt, er innerhalb der ersten 12. Schwangerschaftswochen stattfindet und Beratung sowie Abbruch von verschiedenen Personen durchgeführt werden.

Wie restriktiv dieses Abtreibungsverbot ist, hatte die bundesdeutsche Gesellschaft weitgehend vergessen. Auch in Redaktionen war es lange kein Thema mehr. Das änderte sich mit der Petition der Gießener Ärztin Kristina Hänel. Über 160.000 Menschen hatten 2017 ihre Forderung unterzeichnet, dass sie straffrei darüber informieren kann, dass und in welcher Form sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Denn selbst Information ist ihr als Ärztin ebenfalls untersagt – geregelt in § 219a StGB. Mit dem massenhaften Zuspruch für Hänel hatte vorher niemand gerechnet; damit rutschte das Thema aus der frauengesundheitspolitischen Nische an die Öffentlichkeit. Weiterlesen

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