AKF schreibt an Montgomery: Listen sind problematisch

Sehr geehrter Herr Professor Montgomery,

am 27. April 2018 soll der Antrag der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Thüringen auf Streichung der § 219a im Bundesrat behandelt werden.

Als Präsident der Bundesärztekammer haben Sie letzte Woche vorgeschlagen, eine zentrale Liste zu erstellen, die jene Ärzte und Ärztinnen führt, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.
Dieser Kompromissvorschlag ist höchst problematisch. Welche Ärzt*in würde sich denn derzeit freiwillig auf eine solche Liste setzen lassen und sich damit einer Gruppe von stigmatisierten Ärztinnen und Ärzten an-schließen?

Die Nennung in einer Liste von Ärzt*innen, die bereit sind Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, bedeutet in der momentanen Situation, sich schutzlos den Angriffen und Diffamierungen der Abtreibungsgegner auszusetzen. Diesen Ängsten und dem Druck wird sich kaum eine Kolleg*in freiwillig ausliefern, solange der § 219a in seiner jetzigen Form bestehen bleibt.

Wie soll mit den Kolleg*innen verfahren werden, die es ablehnen, sich auf diese zentrale Liste setzen zu lassen?

Zum gesamten Brief

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